Diagnose: Gastroösophagealer Reflux
Was brauchen Eltern, deren Baby häufig aus unerklärlichen Gründen schier endlos schreit?
Gute Nerven, viel Geduld - oder die Hilfe eines Babyflüsterers.


Baby- und Kindertherapie mit Craniosacraler Osteopathie/Therapie bei schwallartigem Erbrechen nach jeder Mahlzeit und auch Stunden danach (Gastroösophagealer Reflux), 1-3 Sitzungen bei Frau Huggel, 4142 Münchenstein, Tel. 061 411 42 02

Fallbeschreibung:
Frau N. betritt meine Praxis mit der kleinen Mila. Mila kam 5 Wochen zu früh auf die Welt und wog 2300 g. Ihre Mutter hat sie drei Monate gestillt. Früh zeigte sich, dass Mila die Milch nicht gut verdauen konnte. Schwallartig erbrach sie nach jeder Mahlzeit. Sie erhielt für diese Beschwerde ein Medikament. Da sie mit 9 Monaten immer noch schwallartig erbrach, selbst nach 4 Stunden die Nahrung entleerte und mit dem Gewicht abnahm, suchte sie das Kinderspital in Basel auf. Dort schlug man der Mutter eine Magenspiegelung vor. Die Mutter wollte jedoch ihrem Kind diesen Eingriff nicht zumuten.
Da das Gewicht der kleinen Tochter am unteren Limit war, sorgte sie sich sehr. Mit der Diagnose Gastroösophagealer Reflux betrat sie meine Praxis.

Sie erhielt von einer Bekannten meine Adresse und wir besprachen bei einem Erstgespräch ihre Sorgen. Während Mila bei der Mutter auf dem Schoss sass, hörte sie aufmerksam zu und versteckte ihr Köpfchen ein wenig am Körper der Mutter. Mit vorsichtigem Kontakt berührte ich ihr Kreuzbein und bemerkte, dass kein Rhythmus vorhanden war. Nach einer Weile kam die Bewegung des Kreuzbeines in Fluss und Mila wurde zutraulicher. Vorsichtig liess ich es bei dieser einen Berührung über einen längeren Zeitraum.

Schon nach der ersten Sitzung, sagte die Mutter, dass ihr Mann festgestellt hat, dass Mila einen besseren Appetit zeige. Das könne wohl nach einer Sitzung nicht sein, meinte die Mutter.

Wir gaben nach 10 Tagen die zweite Sitzung und ich schaute mir den mittleren Thorax mit seinen Verbindungen des Vagus-Nerves zu den einzelnen Organen an. Ich behandelte Duodenum, Leber, Zwerchfell und Rippen, die dorsale Bauchwand über die Toldt'sche Faszie, Zwerchfell und Rippen über das Ligamentum phrenico-colicum und die dorsale Bauchwand. Ich wartete, bis die Bewegung auch dort spürbar war (Craniosacrale Bewegung und Zirkulation der Flüssigkeiten).

Die Mutter berichtete auch nach dieser Sitzung, dass das Spucken erheblich zurückgegangen sei. Wir vereinbarten die nächste Sitzung ca. nach 15 Tagen. Dort schaute ich mir die oberen Verbindungen zum Brustbein an und die Vagus-Verbindungen bis Schädel (X. Gehirnnerv). Wir konnten jetzt die kleine Mila legen. Während die Mutter ihr Köpfchen hielt, konnte ich mit Ausgleichstechniken am Kreuzbein und den Verbindungen und Verläufen der Nerven entlang arbeiten.

Einen Monat später rief mich die Mutter an. Sie nehme keine Medikamente mehr, und auch im Spital am 16. Mai 2007 konnte sie mitteilen, dass es der Tochter seit der Behandlung mit der Craniosacral-Therapie sehr gut ginge. Mila habe keine Probleme mit dem Essen, sie sei sehr beweglich und fit. Sie habe in einem Monat 1 kg zugenommen. Nur noch, wenn sie ganz hastig trinkt, stosse sie ein wenig auf.

Wir konnten die Sitzung am 3.06.2007 nach diesem Telefonat ausfallen lassen.


Petra Huggel ist Baby- und Kindertherapeutin seit 1996. Sie hat 1997 nach 4 Jahren Ausbildung in verschiedenen osteopatischen Schulen ein Zusatzdiplom über alle 12 Gehirnnerven mit allen benachbarten Strukturen und klinischen Befunden sowie Behandlungsvorschlägen nach Dr. W. Sutherland und F. Sills (Biodynamisches Modell) abgeschlossen. Sie hat Zusatzausbildungen in Kinder- und Säuglingstherapie bei Frau Dr. Kubisch/Österreich, Dr. Andrea Axt, Kanada, Dr. Aletta Soltermann/USA, Kriseninterventionsausbildung für Psychotherapeuten und Psychiater sowie Schmetterlings-Babymassage nach Eva Reich bei Th. Harms/D. Sie ist Supervisorin des Berufsverbandes CranioSuisse.

Seit mehreren Jahren leitet sie eine Selbsthilfegruppe für Unfalltrauma in Basel.


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