Diagnose: Schreibaby nach Notkaiserschnitt
1-3 Sitzungen bei Frau Huggel, 4142 Münchenstein, Tel. 061 411 42 02

Fallbeschreibung:
Frau G. betritt meine Praxis am 22.11.2007, 6 Wochen nach der Geburt des kleinen Ben. Ben kam per Notkaiserschnitt (Geburtsgewicht: 3360 g) auf die Welt, da das Fruchtwasser zuvor abgegangen war und keine Wehen vorhanden waren. Er hatte schon am ersten Tag Stillprobleme, obwohl die Mutter gut betreut wurde und sich nach dem Kaiserschnitt wohl gefühlt hatte.

Zu Hause ging dann alles besser. Das Stillen ging die ersten Tage gut, jedoch später bekam das Kind plötzlich einen dicken Bauch mit Blähungen und konnte nicht trinken. Der kleine Ben schrie den ganzen Tag. Die Mutter versuchte, mit Herumlaufen das Baby zu beruhigen. Das war sehr anstrengend. Es gab auch gute Tage. Die Mutter versuchte, mit der Ernährung Einfluss zu nehmen, jedoch es gab keine Besserung. Da rief die Mutter ihre Hebamme, Frau B. S. an. Von dort aus wurde sie in meine Praxis geschickt.

Ich untersuchte den kleinen Ben und behandelte sein Kreuzbein. Ich zeigte der Mutter, wie sie das Kreuzbein halten darf und das Bäuchlein sanft berühren darf. Da sich die Mutter stark sorgte, liess sie sich gleich einen zweiten Termin 7 Tage später geben. Ich schaute mir den mittleren Thorax mit seinen Verbindungen des Vagus-Nervs zu den einzelnen Organen an. Ich behandelte Duodenum, Leber, Zwerchfell und Rippen sowie die oberen Verbindungen bis Schädel (X. Gehirnnerv).

An der dritten Sitzung am 5.12.2007 im Alter von 8 Wochen waren keine Schreiattacken mehr vorhanden. Das Baby schlief durch. Die Mutter klagte jedoch, dass der kleine Ben ein wenig hüstelte. Ich überprüfte die Nieren, Leber rechts sowie die HWS-Muskulatur, welche noch nicht ganz frei war, und gab den Eltern Anleitung, wie sie ihr Kind in die richtige Lage bringen, damit sich die entsprechenden Organe entspannen können und das Baby keinen Druck erleidet.

Am 13.12.2007 hatten die Eltern einen Termin beim Kinderarzt. Der letzte Termin konnte gestrichen werden, da es dem Kind sehr viel besser ging, und die Eltern der Meinung waren, dass keine Therapie mehr nötig sei. Darüber waren sie sehr glücklich. Mit freundlicher Genehmigung darf dieser Bericht veröffentlicht werden.


Petra Huggel ist Baby- und Kindertherapeutin seit 1996. Sie hat 1997 nach 4 Jahren Ausbildung in verschiedenen Osteopathischen Schulen ein Zusatzdiplom über die 12 Gehirnnerven mit allen benachbarten Strukturen und klinischen Befunden sowie Behandlungsvorschlägen nach Dr. W. Sutherland und F. Sills (Biodynamisches Modell) abgeschlossen. Sie hat Zusatzausbildungen in Kinder- und Säuglingstherapie bei Frau Dr. Kubisch/Österreich, Dr. Andrea Axt/ Kanada, Dr. Aletta Soltermann/USA, Kriseninterventionsausbildung für Psychotherapeuten und Psychiater sowie Schmetterlings-Babymassage nach Eva Reich bei Th. Harms/D.
Sie ist Supervisorin des Berufsverbandes CranioSuisse. Sie nimmt regelmässig an Thementagen teil zur CSO in der Behandlung von schwangeren Frauen, Babys und Kindern/M.Holin, CranioSuisse, Schule für CSO Dr. R. Merkel
Seit mehreren Jahren leitet sie eine Selbsthilfegruppe für Unfalltrauma in Basel.

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